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Die Beendigung der aktiven Trauerzeit

Der Weg vom Loch zur Quelle
In der Trauerforschung spricht man von vier Möglichkeiten, die aktive Trauerzeit zu beenden:

  • Integrieren
  • Ritualisieren
  • Abschließen
  • Mischformen

Ritualisieren
An besonderen Jahres- und Gedenktagen, wird der Verstorbene auf besondere Weise - also durch Rituale - in die Feier mit eingebunden. Somit wird die Beziehung zum Verstorbenen lebendig gehalten. Zum Beispiel der Besuch des Grabes an Weihnachten, wobei die Spitze des häuslichen Weihnachtsbaumes auf das Grab gebracht wird, sonst aber die Beziehung zum Verstorbenen nicht in das tägliche Leben mitgenommen wird.

Integrieren
Der Verlust ist immer präsent und wird als Amputation verstanden. Der Verstorbene wird in das Leben mit einbezogen, es werden „Gespräche“ mit dem Verstorbenen geführt (in dem Bewusstsein, dass dieser Mensch kein realer Teil des Alltags ist). Beim Gedanken an den Toten wird anstelle von Schmerz eher Freude empfunden. Ein integrierter Abschluss kann nach Jahren auch in eine ritualisierte Beendigung umgewandelt werden.

Abschließen
Der Trauernde schließt mit dem Verlust ab, wie man ein gelesenes Buch zuschlägt. Eventuell auch mit Hilfe eines Abschlussrituals. Diese Form des Beendigens wird laut Forschung von rund einem Drittel der Trauernden vollzogen.

Mischformen
Trauer ist so individuell, wie Menschen und ihre Beziehungen. So gibt es diverse Mischformen der Beendigung der aktiven Trauerzeit, die nicht weiter klassifiziert werden können. Um im Bild des Modells zu bleiben, das auf einer Baumscheibe dargestellt wird, kann der Verlust als Einschluss im Baumstamm beschrieben werden. Der Baum wächst, indem er einen weiteren Jahresring bildet und lebt mit diesem Einschluss weiter - frei nach Verena Kast: „Was gibt es in mir, weil es diese Person gab?“

Weitere Informationen zum Gezeitenmodell von Dr. Ruthmarijke Smeding finden Sie in ihrem Buch „Trauer erschließen“, das im Hospizverlag erschienen ist.

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