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Die Januszeit®

Der doppelgesichtige römische Gott Janus ist Namensgeber der auf die Beerdigung folgenden Zeit. Teils zurückblickend, teils nach vorne gerichtet, durchlebt der Trauernde ein Gefühlschaos in der Januszeit.

Im Alltag macht sich der Tod in seiner vollen Tragweite bemerkbar. Vorher alltägliche Handlungen, wie zu Bett gehen, das morgendliche Aufstehen, die Körperpflege oder Essen und Trinken werden zu schier unüberwindlichen und sinnlosen Hindernissen.

Die scheinbare Sinnlosigkeit des Lebens ohne den Verstorbenen und der Gedanke „Mit dir wäre alles wieder gut“ kennzeichnet diese Zeit des entweder-oder: „Entweder du bist da, dann kann ich weitergehen, oder du bist nicht da, dann geht nichts mehr.“

Im Rückblick ist ja auch alles in Ordnung.
Dort, in der Vergangenheit, wohin die eine Gesichtshälfte blickt, besteht ja noch die alte Ordnung, hat alles seinen Sinn. Nach vorne, in die Zukunft blickend, diesem Blick muss sich der Trauernde jetzt stellen, ist Unklarheit und Unordnung.

Während die Kalenderzeit chronologisch weiterläuft, nimmt die Trauerzeit ihren ganz eigenen Verlauf. Die vorherige Sicherheit ist aufgelöst.

Halt in dieser Zeit kann die Wiederherstellung von Alltagsstrukturen geben. Daneben können Trittsteine aus der Zeit vor dem Tod oder der Schleusenzeit Haltepunkte sein, wie z.B. das Gefühl und das Wissen, alles getan zu haben, was möglich war, kann eine große Hilfe sein.

Die Körbe der Trauer
Smeding spricht von fünf Körben der Trauer. Sie befähigen die Trauernden, mit dem umzugehen, was so unerwartet an Herausforderungen über sie  hereinbricht:

  • Aushalten
  • Verwandeln
  • Loslassen
  • Tragen lernen
  • Neu lernen

Die Körbe sind Sinnbilder für die Fähigkeiten der Trauernden. Sie werden bewusst mit zwei Henkeln dargestellt, um begreiflich zu machen, dass immer einer da ist, der helfen kann. Trauernde lernen auf schmerzhafte Weise, diese Körbe einzusetzen. Ihr Einsatz findet in allen Gezeiten statt, mit ihnen kann aufgesammelt und getragen werden, man kann in ihnen aufbewahren oder sie zum Wegwerfen nutzen. Sie dienen nicht zum Halten von Gefühlen der Trauer, Tränen können nicht aufbewahrt werden.

Sich um sich selbst zu sorgen, kann helfen, diese Zeit auszuhalten. Smeding spricht davon, die Sinne zu nähren, indem man in die Natur geht und sie erfühlt, Musik hört und Dinge tut, die keinen Bezug zu früher haben. Wenn sich etwas Neues mit dem Bestehenden verbindet, entsteht wieder Sinn und neuer Lebensinhalt. Dies entsteht auf dem Trauerweg hin zur eigenen - neuen - Lebensmitte.

Sich bewusst auf den Weg zu machen, ist der Eintritt in die Labyrinthzeit. Auch in dieser Zeit sind Erfahrungen aus der Januszeit weiterhin möglich, wie es auch bereits „Vorahnungen“ aus der Regenbogenzeit geben kann.

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